Am 27.04.2026 besuchten 13 Meisterschüler der Land- und Baumaschinentechnik gemeinsam mit ihrem Lehrer Herrn Bastian das John Deere Werk in Zweibrücken. Bei der Gruppe handelt es sich um den ersten Durchlauf des Kombinationslehrgangs der Meisterschule und der Handwerkskammer der Pfalz. Bereits jetzt zeigt sich das große Interesse an diesem Ausbildungsangebot: Die nächste Fachklasse ist bereits vollständig belegt.
Organisiert und begleitet wurde der Besuch durch Herrn Florian Kliver, der die Gruppe am Morgen im Besucherzentrum freundlich empfing und durch den Tag führte.
Zu Beginn stellte Herr Kliver im Rahmen einer Präsentation das Unternehmen John Deere sowie insbesondere den Standort Zweibrücken vor. Dabei erhielten die Teilnehmer einen Einblick in die geschichtliche Entwicklung des Werkes, die heutige Bedeutung des Standortes sowie die dort produzierten Maschinen. Im Mittelpunkt standen insbesondere Mähdrescher und Feldhäcksler, die in Zweibrücken entwickelt und gefertigt werden.
Im Anschluss folgte eine ausführliche Werksführung. Besonders beeindruckend war der Besuch der Lehrwerkstatt. Herr Kliver erläuterte mit großer Begeisterung die moderne Ausstattung, die neuen Fertigungsmaschinen sowie die strukturierte Ausbildung im Werk. Gleichzeitig wurde deutlich, dass auch traditionelle handwerkliche Grundlagen weiterhin einen festen Platz haben. So ist im Werk noch eine alte Schmiede vorhanden, die in den Wintermonaten von den Auszubildenden genutzt wird, um Grundkenntnisse der Schmiedetechnik zu erlernen.
Die Meisterschüler erhielten einen praxisnahen Einblick in die Produktionsabläufe und konnten entlang der Fertigungslinien verfolgen, wie aus einzelnen Blechteilen Schritt für Schritt komplette Mähdrescher und Feldhäcksler entstehen. Besonders interessant war dabei der technische Aufbau der Maschinen. An verschiedenen Stationen konnten die Teilnehmer unter anderem das Dreschwerk, die Siebe sowie weitere zentrale Baugruppen im Aufbau und in ihrer Funktion nachvollziehen.
Nach der Mittagspause stieß Herr Claus Vogelgesang, Serienverantwortlicher und Entwicklungsingenieur im Bereich Feldhäcksler, zur Gruppe hinzu. Auch hier zeigte sich sofort die hohe fachliche Kompetenz und persönliche Leidenschaft für Entwicklung, Fertigung und technische Details. Herr Vogelgesang beantwortete die zahlreichen Fragen der Meisterschüler ausführlich und stellte zugleich eigene Rückfragen, wodurch ein sehr wertvoller fachlicher Austausch entstand.
Im Besucherzentrum erläuterte Herr Vogelgesang anschließend direkt am Feldhäcksler einzelne technische Teilbereiche sowie die dahinterstehenden Entwicklungsprozesse. Für die Meisterschüler war dies eine besondere Gelegenheit, moderne Landmaschinentechnik nicht nur theoretisch, sondern unmittelbar an der Maschine und aus Sicht der Entwicklung kennenzulernen.
Der Besuch im John Deere Werk Zweibrücken war für die gesamte Meisterklasse ein sehr gelungener und fachlich wertvoller Tag. Die Teilnehmer zeigten großes Interesse und nahmen mit sichtbarer Begeisterung an der Führung und den Gesprächen teil.
Ein besonderer Dank gilt Herrn Florian Kliver für die hervorragende Organisation und Begleitung sowie Herrn Claus Vogelgesang für den intensiven fachlichen Austausch und die eindrucksvollen Einblicke in die Entwicklung der Feldhäcksler. Die Meisterklasse bedankt sich herzlich für das große Engagement und würde sich über eine erneute Einladung im kommenden Schuljahr sehr freuen.